23. Juli 2019
News-Ticker

Hilfe, die Mücken kommen

Hier erfahren Sie alles!

Vorerst eine kurze Bemerkung zum Post “Sommer JA – Mücken NEIN”. Aber dieses Thema ist schon viel geschrieben worden, meistens in mehr oder weniger kurzen Worten und Tabellen. Ich aber habe für interessierte Leser versucht, einiges mit mehr Hintergrund zu schildern bzw. zu beschreiben.

Urlaub gebucht, Sonnenliege am schönsten Ort des Gartens platziert oder den Balkon zum Sonnenbaden hergerichtet: Autsch – schon hat die erste Mücke ihr Opfer gefunden. Jeder kennt dieses Malheur und jede kennt auch tausend Mittel gegen Mücken, gegen Mückenstiche und auch gegen den Juckreiz dieser Plagegeister. Ich sage immer: wenn es tausend Möglichkeiten gibt, etwas zu verändern oder zu verbessern, dann sind dies alles gut gemeinte Versuche. Mal helfen sie, mal nicht, mal nur bei dem einen, bei dem anderen nicht. Gibt es aber nur 1 oder 2 Möglichkeiten, dann steckt in diesen deutlich mehr fundierte Wahrheit als in den eben erwähnten tausend Möglichkeiten. Und hier bei unserem Thema gibt es leider sehr viele gute Ratschläge, Ideen, Hilfen und auch Verrücktes. Warum ich oben das Strand-Bild mit den Wacholderbüschen zeige: siehe später unter GIN.

Und die Plagegeister sind dieses Mal immer nur die Weibchen. Sie haben die langen Saugrüssel, um durch die Haut zum Blut zu gelangen. Die Männchen haben nur einen kurzen Rüssel, der soeben ausreicht, um schon sichtbare vor ihr liegende Flüssigkeit aufzusaugen. Obwohl es tausende von Mücken mit zig-verschiedenen Mückenfamilien gibt, möchte ich hier nur die beiden bei uns am häufigsten vorkommenden blutsaugenden Mücken erwähnen, einmal die sogenannte Stechmücke und dann die Kriebelmücke. Nur so viel:

viel Blut wurde schon abgesaugtStechmücken (Culicidae) sind eine Familie von Insekten innerhalb der Ordnung der Zweiflügler. Weltweit gibt es mehr als 3500 Stechmückenarten. Abgesehen von den Eisflächen der Polargebiete, Island und den Wüsten kommen sie weltweit meist in der Nähe von Wasserstellen jeder Größe vor. Vor allem große sumpfige Gebiete wie in der Tundra und Taiga sind ideale Brutstätten für die Mücke. Allerdings haben die verschiedenen Arten sehr unterschiedliche Verbreitungsgebiete. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind neben anderen vorkommenden Arten insbesondere die Gemeine Stechmücke und die etwas größere Ringelmücke häufig. In Europa kommen 104 Arten vor, von denen fast alle auch in Mitteleuropa zu finden sind. Stechmücken können mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,5 bis 2,5 Kilometer pro Stunde fliegen. Die Flughöhe einer Stechmücke ist im Allgemeinen abhängig von der jeweiligen Art, von der Höhe des Aufenthaltsorts über dem Meeresspiegel, vom Wetter, dem Luftdruck, der Temperatur und den Lichtverhältnissen. Bei warmem, windstillem Wetter mit leichter Bewölkung ohne starke, direkte Sonneneinstrahlung ist die Aktivität der Stechmücke am größten. Dann kann von einigen Arten zudem eine große Flughöhe erreicht werden, indem sie von thermischen Aufwinden in Höhen von über 100 Meter über dem Boden getragen werden. Bei kühler oder regnerischer Witterung fliegen viele Stechmücken nur kurze Distanzen und verbleiben eher in Bodennähe. Bei deutlichem Wind und Temperaturen im Bereich des Gefrierpunktes stellen sie die Flugaktivität komplett ein.

Kriebelmücken (Simuliidae) sind eine Familie  der Zweiflügler (Diptera) und gehören zu den Mücken (Nematocera). Weltweit leben etwa 2000 Arten dieser Tiergruppe, mehr als 50 Arten sind aus Deutschland bekannt. Es handelt sich dabei um meist kleine Mücken mit Körperlängen zwischen zwei und sechs Millimetern. Ihre stammesgeschichtliche Schwestergruppe wird von den Gnitzen und Zuckmücken gebildet. Die Weibchen fast aller Kriebelmücken-Arten (97,6 Prozent der Arten) sind obligate Blutsauger bei warmblütigen Wirtsarten, darunter auch dem Menschen. Obligate Blutsauger sind Lebewesen, deren Nahrung teilweise oder ausschließlich aus Blut anderer Lebewesen besteht. Zu den Blutsaugern gehören auch Flöhe, Tierläuse, Wanzen, Gnitzen, Bremsen, einige Schmetterlinge und Zecken.

hat viel Blut "getankt", der Bauch ist voller Blut Kennzeichnend für alle blutsaugenden Insekten ist entweder ein Stechrüssel, mit dem die Haut des Wirtes durchstochen wird und als Saugrohr dient (Kapillarsauger) oder ein gröberes Mundwerkzeug, mit dem die Haut des Wirtes aufgerissen wird (Poolsauger). Der Bau der jeweils beteiligten Mundgliedmaßen ist je nach systematischer Zugehörigkeit sehr unterschiedlich. Neben den Mundwerkzeugen benötigen Blutsauger ein spezielles Repertoire von Enzymen zur Blutaufnahme und Verdauung. Voraussetzung sind beispielsweise Enzyme, die die Gerinnung des Bluts verhindern. Blut als Nahrungssubstanz weist eine Reihe von Schwierigkeiten auf, unter anderem ist die Häm-Komponente des Blutfarbstoffs Hämoglobin bei freiem Auftreten in hoher Konzentration ein Zellgift.

Zum Mückenstich

Diese Mücke müsste jetzt aber satt seinWarum juckt und schmerzt denn ein Mückenstich? Wenn dies bekannt ist, dann kann auch gezielt ge-(be-)handelt werden. Wenn z. B. die Magenregion schmerzt, kann ich Schmerztabletten nehmen. Aus Sicht des Arztes aber ein schwerer Fehler. Es könnte ein Magengeschwür sein, das dann ganz anders behandelt werden muss. Es könnte ein Herzinfarkt sein und dann nur Schmerztabletten? Dies leuchtet wohl auch dem Laien ein. Habe ich Schmerzen im Brustbereich – dann nur Schmerztabletten bei einer Rippenblockade? Ist ein Brustkrebs ausgeschlossen? Liebe Leser, ich möchte keinem Angst machen. Ich möchte nur versuchen Gründe zu finden, warum Gin-Tonic bei Mücken hilft, warum Fleischzartmacher, die in fast jeder Küche zu finden sind, bei Mückenstichen Wunder bewirken und warum ein Haartrockner oder Fön den Juckreiz lindert.

WespenstachelZuerst also: Warum sind die lästigen Mückenstiche so unangenehm, jucken, schmerzen und rauben einem die Nachtruhe oder das Mittagsschläfchen oder vermiesen ganz einfach das ersehnte Sonnenbad? Im Gegensatz zu den Bienen oder Wespen spritzen die Mücken kein Gift sondern ein Sekret, das zum einen dafür sorgt, dass das Blut in dieser Nähe nicht sofort gerinnt und die Mücke mehr oder wenigher lange in Ruhe den roten Saft trinken kann. Der andere Stoff, der bei dem Stich in die Haut freigesetzt wird ist für das unangenehme Jucken zuständig. Dieser das Jucken auslösende Stoff ist das Histamin. Histamin kommt in erhöhter Konzentration in den Mastzellen, den basophilen Granulozyten sowie in histaminspeichernden Zellen der Schleimhäute, der Bronchien und des Magen-Darm-Trakts vor. Das von der Mücke injizierte Sekret setzt momentan eine Menge Histamin frei, das wiederum für eine mehr oder weniger starke Schwellung, Rötung und Juckreiz sorgt. Jeder kennt dieses Phänomen nach einem Kontakt mit einer Brennnessel. Die Brennnessel heißt in lateinischen urtica, die Kontakt-Allergie z.B. auf Chrom nennt man Urticaria. Und die nach einem Mückenstich entstandene Schwellung sieht aus wie eine lokale Urtikaria.

da war die Hand schnell genug - platsch !!Warum juckt der Stich bei dem einen fast gar nicht, bei dem anderen fast unerträglich? Dies hängt von verschiedenen Faltoren ab. Wenn einen Mücke bei 2 Menschen gleich viel Zeit zum injizieren des Speichels hat, dann reagiert der eine nur ein wenig, der andere aber sehr intensiv. Diese Reaktionen sind bei jedem Menschen individuell verschieden. Hinzu kommt noch die Tatsache, wie lange der gerade gestochene Mensch der Mücke Zeit gibt, des Sekret durch den Stachel zu entleeren. Im schlafenden Zustand hat die Mücke alle Zeit der Welt, aber bei einem wachen Menschen bekommt die Mücke sofort einen Klapps auf den “Kopf” und sie ist hin und platt – Ende mit dem Bitte nicht kratzen sondern in Ruhe lassen oder behandelnSekretspritzen. Nun gibt es auch viele verschiedene Mückenarten, deren Sekret unterschiedlich schnell und unterschiedlich intensiv wirkt. Dann gibt es Sekrete, die sofort reagieren und andere, die typisch sind für eine allergische Spätreaktion. Und als letztes Kriterium ist das Benehmen bzw. das Behandeln oder besser formuliert, das Nichtbehandeln und anhaltende Kratzen am Mückenstich meist der größte und manchmal auch gefährlichste Fehler, den ein Betroffener machen kann. Es können dann leicht Erreger, die jeder auf der Haut hat oder die sich im Sekret der Mücke befunden haben, im Körper verteilt werden und leicht zu einer schweren, manchmal sogar zu einer tödlichen Verlaufsform führen.

Wer wird gestochen?

Keine Angst vor Stechmücken, diese hier tun nichtsWie oft hört man in Gesprächen über das Thema Mückenstiche: “Warum immer ich und du nicht? Bei mir entstehen immer riesige “Flatschen” und du musst nicht eiunmal nach einem Mückenstich kratzen”. Auch hierfür gibt es eine Erklärung. Zuerst einmal ist es abends bei Gute NachtDunkelheit und gleichzeitig hellem Zimmer zwecklos die Fenster geschlossen zu lassen, nur um ein Eindringen der Stechmücken zu verhindern. Nur die harmlosen nicht stechenden Mücken fliegen gegen das Licht, also in das erleuchtete Zimmer. Stechmücken hingegen orientierten sich am Blutgeruch des Menschen. Grundsätzlich halten Fliegengitter vor Fenster und Türen die Plagen aus dem Haus fern. In Kinderzimmern sollte man zusätzlich ein Moskitonetz über dem Bett anzubringen. Aber nicht jeder Mensch wird genauso gepiesackt, wie der liebe Nachbar. Mücken werden vom menschlichen Geruch angezogen. Jeder Mensch hat einen individuellen Körpergeruch. Dadurch werden Menschen unterschiedlich oft gestochen. Japanische Forscher haben in einem Experiment herausgefunden, dass Menschen mit der Blutguppe O (Null) am häufigsten Opfer von Mücken sind. Darauf folgten Menschen mit der Blutgruppe B (“B”). Versuchspersonen mit der Blutgruppe A  (“A”) kamen mit den wenigsten Stichen davon.

Doch woran erkennen Mücken die Blutgruppe von Menschen? Wissenschaftler haben ebenfalls herausgefunden, dass ca. 85 Prozent aller Menschen ein chemisches Signal auf ihrer Haut haben. Durch dieses chemische Signal riechen Mücken welche Blutgruppe sie haben. Die restlichen 15 Prozent haben dieses Signal nicht und werden von Mücken komplett in Ruhe gelassen, egal, welche Blutgruppe sie haben.

Mückenstiche abwehren

GIN-TONIC

Gon-Tonic mit Zitrone, besser mit GurkenscheibeWarum ich GIN-TONIC als erstes Mittel, nicht als Mittel der Wahl nenne? Erstens trinke ich gerne nach einem arbeitsreichen Tag abends auf der Terrasse mit meinen Freunden mal ein schönes Glas GIN-TONIC, groß muss das Glas sein, viel, viel Eis und eine Scheibe Gurke von der “Schlangengurke”, keine Zitronenscheibe und dann möglichst Hendrick’s Gin, da diesem bereits bei der Herstellung unter anderem etwas Gurkensaft hinzugefügt worden ist.

Die Beeren vom Wacholder sind ein wichtiger Rohstoff bei der Alkoholherstellung. Es entsteht Wacholderschnaps beziehungsweise Gin. Auch den Spirituosen wie Krambambuli, Steinhäger und Genever gibt die Wacholderbeere die spezielle Geschmacksnote.  Beeren und Nadeln des Wacholder enthalten ätherische Öle.  Die Hauptwirkstoffe sind Terpineol, Sabinen und Myrcen. In einer gemütlichen Runde erkennt man sogleich an der spezifischen GIN-Fahne, welches Getränk hier genossen wird. Auch die Mücken stellen dies fest und meiden diesen Tisch, da sie GIN nun mal nicht ausstehen können. Und der TONIC? Der im Erfrischungsgetränk des Tonic-Water enthaltene für uns jetzt interessante Stoff ist das Chinin. Chinin wird aus der Chinarinde Teile der Chinarindegewonnen, ein Baum, der nicht in China sondern vorwiegend in den Anden nahe Venezuelas in einer Höhe oberhalb 2.000 Meter wächst. Der Name Chinin schließlich entwickelte sich aus der Sprache der Ureinwohner der Anden. Sie wussten bereits um die differenzierte Wirkung der Rinde. So nannten sie sie „Quinquina“, was so viel bedeutet wie: „die Rinde der Rinden“. Durch diese Namensgebung wird ohne Zweifel deutlich, wie wichtig die Gewinnung des Stoffes schon in früheren Zeiten gewesen sein muss. Noch heute ist Chinin eine wichtige Substanz bei der Bekämpfung der Malaria, einer von Mücken übertragenden Krankheit. Eine andere Namensherkunft besagt diese Geschichte: Die botanische Bezeichnung Cinchona geht auf eine angeblich erfolgreiche Heilung der Gräfin Anna Condeza de Chinchón (1599–1640) zurück, der Gattin des spanischen Vizekönigs von Peru, die 1638 an Malaria erkrankte. Geheilt sei sie durch ein Mittel worden, das ihr ein Jesuitenpater namens Juan de Vega und Leibarzt des Vizekönigs, verabreicht und in dem angeblich Chinarindenbaumextrakt verarbeitet worden sein sollte. Für Carl von Linné war diese Erfolgsgeschichte der Anlass, dieser Pflanzengattung 1753 den botanischen Namen Cinchona zu verleihen.

Gin Tonic mit GurkeChinin befindet sich in vielen verschiedenen Erfrischungsgetränken. In der Gruppe der alkoholfreien Erfrischungsgetränke enthält Tonic Water die höchste Menge an Chinin, ca. 61 mg/l bis im Höchstfall 75 mg/l. Tonic Water ist klar, enthält keinen Fruchtsaftanteil und schmeckt non allen anderen am stärksten bitter. Eine leicht bittere Note, kombiniert mit anderen Geschmacksrichtungen, wie süß oder fruchtig, wird von vielen Menschen als erfrischend und schmackhaft empfunden. Hier wirkt also GIN-TONIC doppelt gegen die Plagegeister: Mücken. Und noch etwas: hat man (frau) genug GIN-TONIC getankt, dann verstömt auch aus den Poren der Haut der von den Mücken zu gehasste Duftstoff dieses Sommergetränkes. Dies ist fast eine Garantie für einen ruhigen geselligen Sommerabend ohne dauernd um sich schlagen zu müssen.

LORBEER-ÖL

Ein weiteres wunderbar wirkendes Mittel ist das Lorbeeröl. Dieses Öl kann man in kleinen Fläschchen in jeder Apotheke erstehen oder in verdünnter Form selbst herstellen. Lorbeerblätter enthalten zu 45% das Cineol, aber auch wie eben erwähnt das Wacholder eine Menge des ätherischen Öles Terpineol. Beide Substanzen werden von den Mücken vermieden. Auch die Bienen und Wespen machen um diese Substanzen einen großen Bogen. Wie geht man vor? Eine kleine Schüssel mit Wasser füllen und darauf etwas von diesem Öl treufeln, das sich dann wegen der Eine Lorbeerbeere (Makroaufnahme)Oberflächenspannung gleichmäßig auf der Wasseroberfläche verteilt. Das Lorbeeröl kann auch in verdünnter Form leicht selbst hergestellt werden. Einfach geruchs-und geschmacksneutrales Öl wie z. B. Sonnenblumenöl in eine größere Flasche füllen, mit frischen Lorbeerblättern und Früchten auffüllen und einige Wochen ziehen lassen. Es darf dabei kein Blatt aus der Öl-Oberfläche herausragen – Schimmelgefahr.

ZITRONEN & NELKEN

diese Zitrone kann ich soeben mit einer Hand festhaltenAuch hier kommen wieder die von den Mücken so gehassten ätherischen Öle zum Tragen. Die in den Zitronen enthaltenen Ätherischen Öle wie z. B. Limonen werden von den Stechmücken vermieden.mit Gewürznelken bespickte Zitrone   Auch die von manchen Küchenkräutern und Gewürzen ausgehenden Duftstoffe sind für die Stechmücken wie das Verhältnis Weihwasser und Teufel. Man nehme also geviertelte Zitronen, spicke diese pro Viertel mit etwa 6-8 Nelken (getrocknete Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes, Gewürznelken) und verteile diese in den gefährdeten Zimmern. Achtung: es müssen nicht solch große Zitroen sein, wie ich eine in der Hand habe

SALZHALTIGES  MEIDEN

Eine (!!!) Salz-Bretzel enthält die Menge Salz, die ein Erwachsener pro Tag zu sich nehmen sollte.Gerne werden abends in gemütlicher Runde salzhaltige Snacks verzehrt. Dagegen ist ja auch nicht einzuwenden, wenn dies in geschlossenen Räumen geschieht. Aus zweierlei Gründen kann ich diese Snacks draußen auf der der Terrasse nicht empfehlen. Erstens werden Stechmücken indirekt vom Salz angelockt. Durch die vermehrte Salzaufnahme – normal wäre für einen Erwachsenen 1,5 Gramm pro Tag! – produziert der Körper vermehrt Milchsäure, die zum Teil durch die Haut wieder ausgeschieden (ausgedünstet) wird diese Menge an Salz sollte für mindestens eine Woche reichenund dadurch die Stechmücken sofort angelockt werden. Zweitens ist eine übermäßige Salzaufnahme ungesund und kann zu vielen gesundheitlichen Problemen führen. Man bedenke nur eines: 1,5 Gramm Salz wird von der WHO empfohlen, der Durchschnittsverbrauch des Erwachsenen aber beträgt 6-10 Gramm pro Tag! Um zu verdeutlichen, wieviel Salz das ist, hier ein Beispiel: 2 Laugenbrötchen enthalten die Menge Salz, die ein Erwachsener pro Tag zu sich nehmen sollte. Den Rest des Tages müsste er streng salzfrei leben bzw. essen.

TERRASSENBEPFLANZUNG

gemischte TerrassenbepflanzungDiejenigen, welche aufgrund der geschützten Lage fast freie Hand bei der Bepflanzung der terrassennahen Beete haben, sollten Rosmarin, Duftgeranien, Pfefferminze, Zitronengras und/oder Lavendel in Erwägung ziehen. Die Pfefferminze aber bitte nur in einem separaten größeren Pflanztrog pflanzen, da sonst bald nur noch Pfefferminze – es breitet sich überall aus und überwuchert fast alles – zu sehen ist.

WEITERES

Viele Düfte ziehen die Plagegeister, die wenig geliebten Mücken, geradezu anDie nächsten Punkte möchte ich nur andeuten und nicht näher erläutern: Auf die Vermeidung von dunkler Kleidung sollte geachtet werden, da diese Mücken anlockt. Süße und blumige Parfums bitte meiden. Gleiches gilt auch für mit diesen Duftstoffen angereicherte Sonnenschutzöle, Hautcremes und Körperöle – beliebt nach dem Duschen. Die zum starken Schwitzen neigenden Menschen sollten vor einer Gartenparty vorher duschen und sich dann nicht mit Cremes und Ölen einreiben, da die Stechmücken regelrecht von der Hautfeuchtigkeit (Schweiß gepaart mit Milchsäure) angzogen werden. Die netten und beliebten Teiche mit oft stehendem Wasser sind Brutstätten für Mücken – bitte nur in einigem Abstand von der Terrasse. Besser natürlich wäre bewegtes Wasser mit einem durch eine Pumpe erzeugten kleinen Wasserfall oder durch geschickte Anpflanzung von Wasserpflanzen die natürliche Ansiedelung von Libellenlarven, Wasserläufern und Schwimmwanzen. Letztere sorgen mit Sicherheit für ein stechmücken-freies stehendes Wasser.

Mückenstiche behandeln

so muss es nach einem Mückenstich nicht aussehen - selber schuldUm Mückenstiche richtig und effektiv behandeln zu können, muss man wissen, was nach einem Mückenstich mit der Haut geschieht, was das Gift der Mücke angestellt hat. Das Mückensekret hinterlässt einen Eiweißstoff, das durch die Abstoßungsreaktion des Körpers und der Freisetzung von Histamin den unangenehmen Juckreiz auslöst.

Fleischzartmacher

Gegen das Jucken nach Mückenstichen kann man in Wasser aufgelösten “Fleischzartmacher” verwenden. Gibt es im Supermarkt in der Gewürzabteilung. Der Juckreiz vergeht nach dem Auftragen sehr schnell. Sollte die Wirkung auf sich warten lassen, nochmals auftragen. Fleischzartmacher enthält das Enzym Papain, das unter anderem aus der Papayafrucht gewonnen wird. Es zerstört das von den Mücken hinterlassene “Fremdeiweiß”, das durch die Abstoßungsreaktion des Körpers den Juckreiz auslöst. Das Papain führt normalerweise dazu, dass das damit behandelte Fleisch mürbe wird.

Zitronensaft/Limettensaft

Zitronensaft oder Limettensaft sorgt beim rohen Fisch schnell für eine “Zersetzung” des Fischeiweises, es wird ohne Hitze gegart. Wir benutzen diese Gar-Methode bei der Zubereitung von Ceviche Peruano. Durch diese Säure wird auch das Fremdeiweiß der Mücken gegart und damit unschädlich/unwirksam genacht. Limetten sind kleiner, Grün und enthalten pro 100 Gramm Frucht die doppelte Menge an Saft. Einfach die Limette mit der Flkachen Hand rollend auf der Arbeitsfläche etwas quetschen, mirt einem Zahnstocher 3 Löcker pieksen und den Saft aus diesen Löchern pressen. Dann bleibt die Liemette länger frisch und hält sich im Kühlschrank viele Tage ohne auszutrocknen.

Haartrockner oder Fön

Warum ich bei diesen Geräten einen Unterschied mache hat rechtliche Gründe. Der Großteil der Familien besitzt einen Haartrockner. Denn der Föhn oder Haartrockner von der Firma AEG heißt FOEN (Name geschützt, ohne “h”) und darf wie das Wort JEEP oder TEMPO als sogenannter Gattungsname für anderes nicht werwendet werden. Also zum Föhn: bekannt ist, dass Eiweiß durch Wärme zersetzt wird. Wir kennen dies beim Bestellen eines Steaks “medium rare”, also außen braun innen rosa-rot, oder anders formulierte: “a-point”. Ist das Rosa-Rote verschwunden, dann war das Fleisch (Eiweiß/Blut) innen zu heiß. Das bedeutet für uns: mit Wärme, nur kurz und soeben zum Aushalten den Foen für Mini-Augenblicke auf die Mückenstichstelle halten – und dieses mehrere Male. Die Erleichterung spürt man sofort. Dieses funktioniert aber nicht Stunden nach einem Stich, sondern nur sofort.

heißer Löffel

Ist kein Föhn zur Hand, dann geht es auch mit einem Löffel oder Gabel, die unter heißem Wasser erwärmt wurden und dann mit der runden Rückseite auf den “Stich” gedrückt wird. Ein Feuerzeug oder eine brennende Kerze kann auch als Wärmequelle genommen werden. Das Wirkprinzip ist gleich – Wärme zerstört das Fremdeiweiß.

heißer Kerzenwachs

ein Tropfen Kerzenwachs aus die Stichstelle getropft ist genugFür nicht ganz so empfindliche Menschen hilft auch ein heißer Kerzenwachstropfen. Einen kleinen Tropfen von einer brennenden Kerze auf die Mückenstichstelle fallen lassen und abwarten. Der flüssige Wachs wird schnell fest, erkaltet schnell und zerstört dadurch das von der Stechmücke abgegebene Eiweiß.

Papaya, Ananas, Feige, Kiwi

Fleisch wird mit Papaa marinade zart, ganz ohne ChemieDiese drei Früchte kann ich zusammenfassen, da sie alle drei den sogenannten Fleischweichmacher enthalten. Es ist beim Papaya das Papain, bei der Ananas das Bromelain, bei der Feige Ficin und in der Kiwi das Actinicain. Hierbei muss ich anmerken, dass eigentlich in allen eben genannten Früchten Papain, Bromelain und Ficin vorhanden ist, aber eben in den einzelnen Früchten in verschiedenen Konzentrationen. Bei den Indios – sie haben nicht wie wir den Supermarkt um die Ecke, um einen Fleischmacher als Pulver in einer Streudose zu kaufen – wurde traditionell der Saft von Papayas und Ananas für die Zubereitung von Fleischgerichten verwendet. Zur Behandlung des Mückenstiches nehme man ein kleines Stück dieses Obstes (wenn zufällig vorhanden) und reibe damit die juckende Stelle ein.

Ätherische Öle

Wer den den Juckreiz lindern und dabei auch noch gut riechen möchte, der besorge sich in der Apotheke Lavendel- oder Teebaumöl als geeignete Öle für die Anwedung am Mückenstich. Hier empfehle ich aber, dass am besten das Öl dünn auf die exponierten Körperstellen nur zur Nacht aufgetragen wird. Bienen mögen manchmal diesen Duft und werden dann unnötig angelockt.

Aspirin

Acetylsalicylsäure (kurz ASS) ist ein weit verbreiteter schmerzstillender Stoff, der das  fFeber senkend, der die Verklebung der Thombocyten hemmt (TAH) und ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ist. Dieser Stoff Acetylsalicylsäure  wird seit genau 40 Jahren, also seit 1977, auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO aufgeführt. Zur Behandlung der Mückenstiche bitte die Tablette nicht schlucken sondern die Tablette anfeuchten oder zerböseln und den Tablettenbrei auf die Stichstelle legen. Besser jedoch wirkt das Kombi-Präparat ASS mit Vitami C.

Basilikum und Salbei

Salbei aus meinem GartenDiese Kräuter enthalten neben den oben bereits erwähnten ätherischen Ölen auch einen Stoff Balikummit antihistaminischer Wirkung. Wir eriinern uns: Histamin löst den Juckreiz aus. Erhitze die Blätter des Basilikums oder des Salbei und lege sie auf die betroffene Stelle. Das Antihistamin in den Blättern beruhigt die Haut und verringert eine starke Reaktion deines Körpers auf das Gift.

Backpulver

Dass Backpulver ein Teufelszeug (im positiven Sinne) ist, habe ich bereits in meinem Artikel “Backpulver – ein Alleskönner” ausführlich beschrieben. Rühre das Pulver mit ein wenig Wasser zu einem Brei und gib ihn auf den Stich. Backpulver wirkt alkalisch, was die Haut durch einen ausgeglichenen pH-Spiegel beruhigt und den Juckreiz hemmt.

Zahncreme

Oft enthalten die Pasten Menthol, was den Stich beruhigt. Lass sie auf dem Stich trocknen, so entzeiht sie dem Stich die Feuchtigkeit und er trocknet aus. In diesem Zusammenhanfg darf ich auf meinen Artikel “Zahncreme-selbstgemacht” verweisen. Bei meiner Zahncreme. Rezeptur habe ich das japanische Pfefferminzöl empfohlen, ein ätherisches Öl, das sogar bei leichten Blessuren wie Prellungen reliv gut wirkt.

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