23. Juli 2019
News-Ticker

Welt der Extreme

Alle diejenigen Leser, welche gerne Geschichten über EXTREMES lesen, sind hier genau richtig. Ob kalt oder heiß, ob nass oder trocken, gefährlich oder brutal, diese Orte sollten Sie kennen.

 

 

 

Dickste Schneedecke

Einfahrt zum Nationalparm "Mount Rainier" Mount Rainier ist ein Schichtvulkan und Zentrum des Mount-Rainier-Nationalparks 87 km südöstlich von Seattle in Pierce County, US-Bundesstaat Washington. Mit 4392 Metern ist er der höchste Gipfel der Kaskadenkette und des Bundesstaats Washington. Der Mount Rainier ist ein etwa 500.000 bis 1 Million Jahre alter Schichtvulkan. Durch sein enormes Wachstum auf eine Höhe von über 4800 Meter vergletscherte seine Spitze. Während der letzten Mount Rainier in den Wolken 65.000 Jahre hat der Mount Rainier mindestens drei ausgedehnte Perioden der Vergletscherung durchgemacht. Durch seine Höhe erzeugt der Mount Rainier sein eigenes Mikroklima. Die durchschnittlichen Niederschläge liegen bei Paradise bei jährlich 2500 Millimeter, die meist als Schnee fallen. Durchschnittlich fallen im Winter bei Mount RainierParadise 17 Meter Schnee, der Rekord lag im Winter 1971/72 mit fast 28,5 Meter Neuschnee. Von Februar 1971 bis Februar 1972 fielen insgesamt 31,1 m Schnee. Im Regenschatten des Gipfels im Nordosten sind die Niederschläge deutlich geringer, im Nordwesten dagegen höher. Die Tagestemperaturen liegen im Sommer bei Paradise um 15 Grad Celsius, im Winter um −2 Grad Celsius.

 

 

Brutale Sonne

Sonne, Sonne, immer nur SonneViele Leser kennen sicherlich von Curtis Lee den Song “Pretty Little Angel Eyes” oder auch “Under the moon of love“. Warum ich das schreibe? Curtis Lee kommt aus Yuma, der Stadt mit den weltweit meisten Sonnentagen. Yuma ist eine Stadt im US-Bundesstaat Arizona mit ca. 95.000 Einwohnern. Die Stadt Yuma Colorado-River in gleißender Sonneliegt am Colorado River und zur Mexikanischen Grenze sind es nur knapp 30 km. 1540 wurde der Ort während einer Expedition unter Hernando de Alarcón und Melchior Díaz entdeckt, die sofort sahen, dass hier eine ideale Lage für eine Stadt sei. Bis zum Jahr 1854 gehörte die Stadt Mexiko. In den Jahren 1854 bis 1858 trug die Stadt den Namen Colorado City, in den Jahren 1858 bis 1873 Arizona City. In den 1870er Jahren wurde die Bahnlinie Yuma–Los Angeles von der Southern Pacific Transportation gebaut. Yuma ist mit etwa 340 Arizona-WüsteSonnentagen (93,09 %) pro Jahr der Ort mit den durchschnittlich meisten Sonnenstunden weltweit. Die Durchschnittstemperatur beträgt 23,4 Grad Celsius, im Sommer übersteigt sie regelmäßig die 40-°C-Marke. Durchschnittlich fallen nur 81 mm Niederschlag im Jahr. Genau so viel Regen hat Hamburg im Hochsommer-Monat Juli.

 

 

Tiefste Schlucht

Schluchten faszinierten die Menschen mit ihren gigantischen Ausmaßen schon immer. Der Grand Canyon bietet mit bis zu 1800 Metern Tiefe und 450 Kilometern Länge atemberaubende Ausmaße und auch der Colca Canyon in Peru ist mit bis zu 3200 Metern beeindruckend tief. Doch laut “Guinness-Buch der Rekorde” handelt es sich bei der Vikos-Schlucht im Nordwesten Griechenlands um die tiefste, gemessen am Verhältnis zwischen Tiefe und Breite. Die Vikos-Schlucht  ist eine Schlucht im Pindos-Gebirge im nordwestlichen Epirus in Griechenland. Über eine Länge von knapp 10 km erstreckt sie sich begrenzt im Westen durch das Bergmassiv Stouros und im Osten durch das Bergmassiv des Tymfi. Der Bach bzw. Fluss Vikos durchfließt die Schlucht und vereinigt sich am nördlichen Ausgang der Schlucht mit anderen Quellzuflüssen zum Fluss Voidomatis. Die Angaben über die maximale Tiefe der Schlucht differieren erheblich und schwanken zwischen 600 m und knapp 1.000 m. Die Vikos-Schlucht gehört zum Nationalpark Vikos-Aoos. Sie ist als Ziel für Wanderungen bekannt.

 

Regenreichster Ort

In Norddeutschland soll es viel regnen? Von wegen! Nicht einmal in zehn Jahren fällt bei uns so viel Wasser vom Himmel wie in nur 365 Tagen im indischen Dorf Mawsynram: Über dem Golf von Bengalen nimmt die Luft mit dem Sommermonsun sehr viel Feuchtigkeit auf, die sie beim Abkühlen am Himalaya abregnet. 11 873 Liter prasseln dadurch dort im JahresdurchschnitBei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Türt pro Quadratmeter nieder. Das Dorf Mawsynram in den Khasi-Bergen im indischen Bundesstaat Meghalaya, liegt auf einer Höhe von etwa 1430 Metern. Und nicht von ungefähr bedeutet der Name des Staates “Wohnsitz der Wolken”. Hier, im Nordosten Indiens am Rande des Tieflandes von Bangladesch, ist der Sommer dank des Monsuns so reich an Niederschlägen, dass die Rekordwächter der University of Arizona in Tempe ihn zum Spitzenreiter erklärt haben. 11.872 Normaler Arbeitstag in MawsynramMillimeter im Jahresdurchschnitt wurden hier über einen Zeitraum von 38 Jahren gemessen. Wie viel ist das? Eine mittel-große Badewanne fasst etwa 200 Liter. Das sind 20 Putzeimer voll Wasser. In Mawsynram fallen also im Jahr pro Quadratmeter 11.873 Liter, das sind 3 1/4 Putzeimer Wasser täglich auf einen Quadratmeter.

 

 

Gefährlichster Flughafen

Dieser Flughafen ist nichts für Fluganfänger. Der Tenzing-Hillary Airport (früher: Lukla Airport) in Lukla ist ein Flugplatz für STOL-Flugzeuge, der in einem halbstündigen Flug von Kathmandu aus erreicht werden kann und heute den meisten Touristen, die die Everest-Region bereisen, als Ausgangspunkt vor allem für den Mount Everest Trek dient. Aufgrund seiner Anlage gilt er als Altiport. STOL-Flugzeuge bedeutet: Short Take-Off and Landing, also nur für Flugzeuge, die für einen extremen  Kurz-Start und eine Kurz-Landung geeignet sind. Die Start- und Landebahn wurde 1964 unter der Aufsicht von Edmund Hillary von örtlichen Sherpas für 2650 US-Dollar erbaut. Erst im Jahr 2001 begann die Asphaltierung der Schotterpiste und der Bau eines Abfertigungsgebäudes und eines neuen Towers. Im Januar 2008, nach Hillarys Tod, beschloss die nepalesische Regierung, den Flughafen nach ihm und Tenzing Norgay künftig als Tenzing-Hillary Airport zu benennen. Der Flugplatz wird in Abhängigkeit von Wetter- und Sichtbedingungen mehrfach am Tag von Kathmandu aus bedient. Die Hangneigung der 527 m langen Landebahn beträgt rund 12 %, und es kann nur bergwärts angeflogen und bergab gestartet werden. Das Ende der Startbahn bricht abrupt etwa 600 m tstark geneigte und kurze Start- und gleichzeitig Landebahnief zum Dudh Kosi ab. Diese Gegebenheit macht Starts und Landungen auf diesem Altiport (Flugplatz im Gebirge) zu einem atemberaubenden Erlebnis und den Flugplatz zu einem der weltweit gefährlichsten Plätze. Obwohl es nur eine Start- und Landebahn gibt, erfolgen Starts und Landungen in entgegengesetzter Richtung mitunter im Abstand von wenigen Minuten, wobei das gestartete Flugzeug im Dudh-Kosi-Tal auf einer tieferen Flughöhe bleibt und so dem gleichzeitig im Landeanflug befindlichen Flugzeug mit etwas Höhenabstand in Gegenrichtung begegnet. Wenn es noch nicht im Körper kribbelt, dann sollte sich der Leser noch ansehen, wo die 10 gefährlichsten Airports liegen und wie dort eine Landung aussehen kann.

 

 

 

Heißester Ort

Death ValleyDeath Valley ist ein Wüstental in Ostkalifornien, in der nördlichen Mojave-Wüste, angrenzend an die Great Basin Desert. Es ist einer der heißesten Orte der Welt. Das Badwater-Becken des Death Valley ist der Punkt der niedrigsten Erhebung in Nordamerika, 86 m unter dem Meeresspiegel. Dieser Punkt liegt 136.2 km  östlich-südöstlich des Mount Whitney, dem höchsten Punkt in den Vereinigten Staaten mit einer Höhe von 4.450 m. Der Death Valley’s Furnace Creek hält den Rekord für die höchste zuverlässig gemessene Lufttemperatur auf der Erde bei 56,7 ° C am 10. Juli 1913 sowie die höchste registrierte natürliche Bodentemperatur auf der Erde bei 93,9 ° C am 15. Juli 1917. Badwater Basin ist ein endorheisches Becken im Death Valley National Park. Endorheische Becken nennt man die Gebiete der Erde, die nicht in die Ozeane entwässern, sondern eigenständige Gewässersysteme ausbilden. Das größte endorheische Gebiet Nordamerikas ist das Große Becken in Nevada und Utah mit Ausläufern nach Kalifornien, Oregon und Idaho.

 

 

Kältester bewohnter Ort

minus 60° COimjakon  ist ein Dorf im gleichnamigen Ulus im Osten der Teilrepublik Sacha (Jakutien) im Fernen Osten Russlands. Oimjakon hat 462 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) und gilt als „der Kältepol aller bewohnten Gebiete der Erde“. Der Name Oimjakon bedeutet in der Sprache der Jakuten so viel wie „heiße Quelle“. Obwohl Oimjakon etwa 2900 km vom Nordpol entfernt ist, für Anastasia nicht Neues  --  BRRRR !!wurden hier seit 2004 von der eigenen Wetterstation in Oimjakon die niedrigsten Temperaturen aller bewohnten Gebiete der Erde gemessen. Die Extremwerte werden unter anderem durch die topographischen Bedingungen in diesem Hochland Als Tiefsttemperatur werden derzeit −67,8 °C (6. Februar 1933) anerkannt Demgegenüber kann es im Sommer über +30 °C warm werden, womit also Temperaturdifferenzen von mehr als 100 °C in einem Jahr möglich sind. Am 28. Juli 2010 wurde mit 34,6 °C ein neues Temperaturmaximum gemessen, das 2 °C über dem bisherigen Höchstwert lag. Wie sich minus -56° C anfühlen kann man hier anschauen.

 

 

Kältester nicht bewohnter Ort

Die Wostok-Station (russisch Восток ‚Osten‘) ist eine am 16. Dezember 1957 eröffnete früher sowjetische, heute russische Forschungsstation im Wilkesland in der Ostantarktis. Dort wurde unter anderem gemeinschaftlich mit Frankreich ein Eiskern aus dem Eispanzer der Antarktis gebohrt, der Aussagen über die Klimabedingungen in den letzten 420.000 Jahren lieferte. Bei der Wostok-Station werden extrem niedrige Temperaturen erreicht. Am 21. Juli 1983 – zu Zeiten der arktischen Polarnacht – wurde mit −89,2 °C die derzeit tiefste meteorologisch gemessene Lufttemperatur der Erde gemessen, weshalb die Station auch als „Kältepol der Erde“ bezeichnet wird. Die dünne Luft in der großen Höhe scheint die winterliche Auskühlung zu begünstigen.

 

 

Der trockenste Ort

Die Atacama-Wüste ist ein Wüstenplateau in Südamerika, das einen 1000 km langen Landstreifen an der Pazifikküste westlich der Anden umfasst. Die Atacama-Wüste ist der trockenste Ort der Welt und die einzige echte Wüste, in der weniger Niederschlag als in den polaren Wüsten (einschließlich der McMurdo-Trockentäler) zu erwarten ist.  Nach Schätzungen umfasst die Atacama-Wüste 105.000 km² oder 128.000 km², wenn die kargen unteren Abhänge der Anden eingeschlossen sind.

Der größte Teil der Wüste besteht aus steinigem Gelände, Salzseen (Salares), Sand und felsischer Lava, die in die Anden fließt. Die Wüste verdankt ihre extreme Trockenheit einer konstanten Temperaturinversion aufgrund der kühlen, nordwärts fließenden Humboldt-Meeresströmung und der Anwesenheit des starken pazifischen Antizyklons.

Die trockenste Region der Atacama-Wüste liegt zwischen zwei Gebirgsketten (den Anden und der chilenischen Küstenkette) von ausreichender Höhe, um das Eindringen von Feuchtigkeit entweder aus dem Pazifik oder dem Atlantik zu verhindern, einem zweiseitigen Regenschatten. In ihrem zentralen Bereich besteht schon seit wenigstens 15 Millionen Jahren ein hyperarides Klima.  Arides Klima (von lateinisch aridus: trocken, dürr) bezeichnet ein trockenes Klima in Regionen, in denen im 30-jährigen Mittel der Niederschlag geringer ist als die mögliche Verdunstung. Es ist das Gegenteil von humidem Klima. Extrem aride Gebiete sind meist Wüsten.

Es gibt Orte, an denen jahrzehntelang kein Regen registriert wurde, mit durchschnittlichen jährlichen Niederschlagshöhen von nur 0,5 mm. Ihr südlicher Bereich zwischen dem 24. und 27. Breitengrad blieb deswegen bis in jüngere geschichtliche Zeit hinein völlig unbesiedelt.

 

Windigster Ort

Die Pinguine vom BLIZZARD mit 320 km/h durchgeschütteltCommonwealth Bucht ist eine 48 km breite Bucht in der Antarktis. Sie liegt zwischen Point Alden und Kap Gray. Sie wurde 1912 während der Austral-Asiatischen Antarktisexpedition unter Douglas Mawson entdeckt und erhielt ihren Namen nach dem Commonwealth of Australia. Die Bucht wurde ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen, da sie der windigste Ort der Erde ist. Mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von bis zu 240 km/h und einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Gletscherwinde gehören zu den katabatischen Winden, es ist also ein kalter Fallwind. Über dem Gletscher kühlt sich die Luft stark ab, wodurch ihre Dichte zunimmt. Mit der wärmeren Luft über dem Meer kommt es zur Druckausgleichsströmung. Der Luftstrom wird durch die zunehmende Neigung der Oberfläche des Eises am Kap Denison beschleunigt. Im Sommer gibt es Zeiten, die relativ ruhig sind, während die Winterstürme sehr stabil und langlebig sein können, jedoch können sie unerwartet beginnen und enden. Trotz der extremen Wetterbedingungen ist die Küste der Commonwealth-Bucht ein wichtiges Brutgebiet für Antarktiksturmvögel, Kaiserpinguine und Adeliepinguine.

 

 

Die größte Salzpfanne

Der Salar de Uyuni (auch Salar de Tunupa) in Bolivien ist mit mehr als 10.000   Quadrat­kilometern die größte Salzpfanne der Erde. Die Salzkruste wurde vor über 10.000 Jahren durch das Austrocknen des Paläosees Tauca gebildet. Der Salar de Uyuni liegt im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3653 m und gehört zu den Landschaften des Altiplano. Mit einer Fläche von 10.582 km² hat das Becken eine größere Flächenausdehnung als beispielsweise Niederbayern. Es ist auch größer als der Onegasee, Europas zweitgrößter See. Die unter der Oberfläche liegende Sole reicht „bis zu 72 Meter“ oder sogar „mindestens 121 Meter“ in die Tiefe. Mit gleißender Helligkeit am Tag und sehr kalten Nächten ähnelt der Salar de Uyuni äußerlich einem zugefrorenen See. Er ist so gut wie frei von jeglicher Art von Lebewesen, aber Brutplatz einiger nur in Südamerika vorkommender Flamingo-Arten. Während der Regenzeit kann die Salzkruste lokal mit mehreren Dezimetern Wasser bedeckt sein; etwa von Ende Juni bis zum Beginn der Regenzeit Anfang Dezember ist der Salar trocken. Mit Ausnahme der schlammigen Uferzonen und einzelner Wasseraugen (ojos) kann dann die bis zu 30 Meter dicke Salzkruste selbst von Bussen und LKWs befahren werden.

 

 

Der höchste Wasserfall

Der Salto Ángel (nach dem Wiederentdecker Jimmie Angel) ist ein Wasserfall im Südosten Venezuelas. Er ist mit  979 m Fallhöhe der höchste freifallende Wasserfall der Erde. In der Sprache der indigenen Pemón heißt er Kerepakupai merú, was etwa Ort des tiefsten Sprunges bedeutet. Der zur Gran Sabana gehörende Wasserfall ist Teil des Nationalparks Canaima. Er liegt im westlichen Teil des Municipio Gran Sabana, in der Parroquia Ikabarú. Sein Wasser, der Río Churún, bildet einen Zufluss des Río Carrao. Es stürzt von einem Vorsprung des Auyan-Tepui, eines Tafelbergs mit 700 km² Fläche, in die Tiefe. Auf halbem Weg zerstäubt das Wasser insbesondere in der Trockenzeit zu einer Wolke aus kleinen Wassertröpfchen; diese sammeln sich am Fuß der Felswand zu einem reißenden Fluss. Kurz darauf stürzt das Wasser abermals 200 m in die Tiefe. Gespeist wird der Wasserfall durch oft heftige Gewitter-Regengüsse, die auf dem großen Plateau des Tafelberges niedergehen. Aus Felslöchern 40 m unterhalb der Abbruchkante stürzt das Wasser in die Tiefe. Obwohl der Salto Angel nur durch eine mindestens eintägige Bootstour von Canaima aus erreichbar ist, hat er sich zu einer der größten Touristenattraktionen Venezuelas entwickelt. Da sich der Wasserfall mitten im venezolanischen Urwald befindet, sind Besucher allerdings auch heute noch auf das Flugzeug angewiesen, um die Lagune von Canaima zu erreichen. Während der Trockenzeit ist der Wasserfall weniger imposant und wegen des niedrigen Wasserstandes auf dem Rio Churún, einem Seitenarm des Rio Carrao, nur bedingt per Einbaum zu erreichen. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit, einen von Wolken ungetrübten Blick auf den Berg und Wasserfall genießen zu können, wesentlich größer.

 

 

Größter Einschlag-Krater

Der Chicxulub-Krater ist ein laut neuester Datierung 66 Millionen Jahre alter Einschlagkrater mit ca. 180 km Durchmesser im Norden der Halbinsel Yucatán in Nordamerika (Mexiko). Da er unter mächtigen Sedimentgesteinen begraben und nicht erodiert ist, zählt er zu den besterhaltenen großen Einschlagkratern der Erde. Eine Staubwolke rund um den Planeten blockierte das Sonnenlicht und die Lufttemperatur auf der Erde ist dramatisch gesunken. Es ist jetzt unglaublich schwierig, das Ausmaß der Katastrophe sowie die Größe des ursprünglichen Kraters zu bestimmen. Über Millionen von Jahren änderten eine Erosion und andere geologische Faktoren das Meteoritengebiet ständig. Im Zusammenhang mit der Kreide-Paläogen-Grenze wird er mit dem Aussterben der Dinosaurier und eines großen Teils der mesozoischen Tier- und Pflanzenwelt während des Übergangs zum Känozoikum in Verbindung gebracht.

Der Krater wurde mittels der Vermessung von magnetischen und gravitativen Anomalien im Jahr 1991 nachgewiesen und eindeutig als Impaktkrater identifiziert. Er bildet ein nahezu kreisförmiges, etwa 180 km durchmessendes Becken mit Zentralberg und innerer Ringstruktur. Die festgestellten Gravitationsanomalien führten zu der Annahme, dass der Krater mindestens drei Ringe und vermutlich noch einen zusätzlichen äußeren Ring mit ca. 300 km Durchmesser besitzt. Die Kratertiefe beträgt 10 km (unmittelbar nach dem Einschlag 30 bis 35 km). Da das Größenverhältnis von einem Impaktor zum erzeugten Einschlagkrater meistens zwischen 1:10 und 1:20 liegt, dürfte der Durchmesser des damaligen Asteroiden oder Kometen etwa 10 bis 15 km betragen haben.

Schwerkraftanomaliekarte der Chicxulub-Stoßstruktur. Die Küste wird als weiße Linie dargestellt. Eine auffallende Reihe konzentrischer Merkmale offenbart die Lage des Kraters. Weiße Punkte stellen wassergefüllte Dolinen dar (Lösungseinbrüche, die in den Kalkgesteinen der Region üblich sind), die nach dem Maya-Wort Dzonot als Cenoten bezeichnet werden. Ein dramatischer Ring von Cenoten ist mit dem größten peripheren Schweregradientenmerkmal verbunden. Der Ursprung des Cenotenrings bleibt ungewiss, obwohl die Verbindung zum darunter liegenden vergrabenen Krater eindeutig scheint.

 

 

Der längste Autotunnel der Welt

Der Lærdalstunnel (deutsch auch Laerdaltunnel) in Norwegen ist mit 24,51 km der längste Straßentunnel der Welt. Der Tunnel befindet sich in der Provinz Sogn og Fjordane und verbindet die Orte Aurlandsvangen in der Gemeinde Aurland und Lærdalsøyri in der Gemeinde Lærdal. Mit seinem Bau wurde am 15. März 1995 begonnen, am 3. September 1999 erfolgte der Durchstich und am 27. November 2000 die Verkehrsübergabe am Lærdal-Portal. Die Baukosten beliefen sich auf 930 Millionen NOK, das entspricht rund 38.000 NOK pro Tunnelmeter. Im Jahresdurchschnitt wird der Lærdalstunnel von 1000 Fahrzeugen pro Tag befahren. Der Tunnel ermöglicht – im Gegensatz zum Weg über das Gebirge – auch im Winter eine Verbindung zwischen den beiden Gemeinden. Die Alternative war früher eine Fähre auf dem Sognefjord. Für die Durchfahrt wird keine Maut erhoben. Das entspricht der norwegischen Regionalpolitik, die abgelegene Regionen besonders fördert. Dabei ist der Lærdalstunnel auch ein zentral bedeutsamer Bestandteil der ganzjährig befahrbaren Straßenverbindung Oslo–Bergen im Zuge der E 16. Besonderheiten an diesem Tunnel sind die innovative Art der Beleuchtung sowie die absichtlich leicht kurvige Streckenführung, die die Fahrer vor Ermüdung schützen und die Konzentration fördern sollen, wodurch auch die Verkehrssicherheit erhöht wird. Außerdem gibt es im Tunnel mehrere Halteplätze.

 

Diese Serie wird fortgesetzt

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