27. Mai 2019

Garnelen Pil-Pil

Zutaten 

1/2 kg Garnelen
5 Zehen frischer Knoblauch
200 ml gutes Olivenöl
100 ml trockener Weißwein
5-7 frische Chilischoten
3 Zweige glatte Petersilie
1 Stück frisches Baguette
3 Zweige  Koriander

 

Zubereitung

Die Garnelen waschen, von der harten Schale befreien, längs schlitzen und den Darm entfernen, wieder gründlich abwaschen, mit küchenkrepp trocknen,  beiseite legen. Frischen Einzehenknoblauch (3 Stück) in Scheiben schneiden, beiseite legen. Alternativ 5-6 Zehen von einer normalen Knoblauch-Zwiebel). Die glatte Petersilie und den Koriander mit der 5-klingigen Kräuterschere klein schneiden, beiseite legen. Die Chilischoten bis zum Stielansatz aufschlitzen, Kerne nicht entfernen. Die Garnelen mit dem Knoblauch in eine feuerfeste Form legen und soviel Olivenöl dazu geben, bis die Garnelen gut bedeckt sind. Die Form in einen mit 250°C Umluft  vorgeheizten Ofen stellen. Nach wenigen Minuten – abhängig von der Größe der feuerfesten Form und der Menge des Olivenöls – den Grill und/oder Mikrowelle 600Watt für 3 Minuten mit einschalten. Wenn das Öl sprudelnd kocht, den Weißwein und die Petersilie in das Öl geben, kurz mischen und 2 Minuten ohne Gril und ohne Mikrowelle bei 200°C weiter kochen. Schale entnehmen und kurz vor dem Servieren mit Koriander dekorieren. Das in der feuerfesten Schale übrig gebliebene Öl mit dem Baguette bis auf den letzten Tropfen wegdippen – mit das Schönste an diesem Gericht.

Solo- oder Monoknoblauch aus meinem GartenZum Knoblauch: Ich nehme meinen eigenen Soloknoblauch oder auch chinesischen Knoblauch genant. Damit kann man wunderbare  Scheiben gewinnen, da dieser Ein-Zehen-Knoblauch bis zu 4cm im Durchmesser groß ist und die für Knoblauch oft so gefürchteten Ausdünstungen nicht so ausgeprägt sind. Der Solo-Knoblauch ist zudem etwas milder.

Zum Olivenöl: Ich bin in der glücklichen Lage, mein eigenes Olivenöl nehmen zu können. Es ist von der PICUDO-Olive und LECHIN-Olive. Das Öl Limonen, Zitronender Picudo OlivePicudo-Olive ist hell und mild. Das Aroma erinnert teils an exotische Früchte, teils ist ein leichter Apfel- oder Mandelgeschmack wahrnehmbar. Es handelt sich um natives Ölivenöl extra (in span.: virgen extra) und hat einen Säuregehalt von nur 0,2 – 0,3 %. Das Öl der LECHIN-Olive hat ein grasartiges Aroma, ist würzig mit einem leicht bitteren Beigeschmack. Nach der Degustation bleibt ein leichtes Mandelaroma zurück. Die Lechín aus Granada, wird auch chinese garlicin anderen Provinzen von Andalusien angebaut. Die Frucht ist klein bis mittelgroß. Diese Olivensorte ist sehr widerstandsfähig und verträgt sogar kurzzeitig Frost. Sie verdankt ihren Namen der weißen Farbe ihres Saftes, die an Milch (spanisch „leche“) erinnert. Die Ergiebigkeit dieser Sorte liegt bei durchschnittlich 18%. Meine Oliven werden von Jesús Canpos,  dem heutigen Besitzer der seit 1860 bestehenden Ölmühle in Algarrobo „El Molino“ zu feinstem Olivenöl verarbeitet, einem Olivenöl, das Johannes B. Kerner vor 10 Jahren in seiner ZDF-Kochshow „Kerner kocht, zu der ich neben Johann Lafer, Tim Mälzer, Rainer Sass und Sarah Wiener eingeladen wurden, vorgestellt hatte. Die Olive „Picudo“ ist in Andalusien beheimatet. Sie wird in den Provinzen Córdoba, Granada, Málaga und Jaén kultiviert. Besonders großflächig wird sie im Gebiet Baena, im Südosten von Córdoba angebaut. Die Bäume dieser Sorte haben beachtliche Wurzeln und sind schon aus der Entfernung gut von anderen Sorten zu unterscheiden. Sie sind robust und passen sich gut an kalkhaltige Böden, Feuchtigkeit oder Dürre an. Picudo ist die zweitgrößte der zur Olivenölgewinnung verwendeten Sorten und ist auch als Tafelolive bestens geeignet. Ihre Ergiebigkeit liegt bei durchschnittlich 20%.

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