21. Oktober 2019
News-Ticker

Angst vor E-Nummern ?

Was sind Lebensmittelzusatzstoffe?

Antwort: Lebensmittelzusatzstoffe, sogenannte E-Nummern, sind alle Stoffe, die nicht als Lebensmittel verzehrt werden aber absichtlich Lebensmitteln beim Herstellen oder Behandeln aus technologischen oder diätetischen Gründen zugesetzt werden und selbst oder durch ihre Abbau- und Reaktionsprodukte mittelbar oder unmittelbar zu einem Teil des Lebensmittels werden.

 

Hier ein Beispiel (Päckchen Sahne): Die Sahne enthält diese E-Nummern:

  • E 471          Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
  • E 451          Pentanatriumtriphosphat, Pentakaliumtriphosphat   
  • E 415          Xanthan
  • E 460          mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver
  • E 466          Carboxymethylcellulosen

 

Viele haben Bedenken beim Verzehr von Lebensmitteln, wenn sie die vielen aufgeführten E-Nummern lesen. In der Regel kann man mit diesen Nummern nicht viel oder oft gar nichts anfangen.

Ich will mit diesem Beitrag die Angst ein wenig nehmen und nur diejenigen Zusatzstoffe aufführen und beschreiben, die natürlichen Ursprungs sind. Natürlich heißt bei mir, dass sie der Natur entnommen worden, also letztlich pflanzliche Produkte (eher selten: tierische)  sind und somit unschädlich. Auch hier gilt der Grundsatz: Aber die Menge macht es. Ein Beispiel: Wir haben alle Essig zu Hause, das ist mit Wasser verdünnte Essigsäure. Dieser Essig enthält etwa 4% Essigsäure, Rest ist Wasser. Essigessenz hingegen enthält 25% Essigsäure. So ist zum Beispiel Essigsäure getrunken gefährlich bis tödlich, aber in geringen Konzentrationen ein Konservierungsstoff und hemmt zudem noch das Wachstum von Hefen und Bakterien.

 

Warum heißen E-Nummern nicht A oder B-Nummern?

In der Europäischen Union sind alle Lebensmittelzusatzstoffe mit E-Nummern gekennzeichnet und müssen stets auf den Verpackungen der Lebensmittel auf der Liste der Inhaltsstoffe angegeben werden. Daher werden die in der EU gültigen Lebensmittelzusatzstoffe mit dem Buchstaben “E” gekennzeichnet.

 

Wie viele Lebensmittelzusatzstoffe sind derzeit zugelassen?

Antwort: Zurzeit sind in der Europäischen Union 316 Stoffe als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und mit einer E-Nummer gekennzeichnet.

Die E-Nummer eines Zusatzstoffes ist der Code, mit dem jeder Stoff unabhängig von den jeweiligen Landessprachen eindeutig identifiziert werden kann. So kennzeichnen etwa die E-Nummern E 100 bis E 199 Farbstoffe, E 200 bis E 299 Konservierungsstoffe, E 300 bis E 399 Antioxidantien und Säureregulatoren. Süßungsmittel werden bezeichnet mit E 420 bis E 421 und E 950 bis E 969. Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsmittel und Geliermittel haben die Nummern E 400 bis E 495. Rieselhilfen gegen Verklumpen und Säureregulatoren, die den pH-Wert konstant halten, werden mit E 500 bis E 585 bezeichnet. Die Geschmacksverstärker haben die Nummern E 620 bis E 650 erhalten. Stoffe, die als Schaumverhüter, Mehlbehandlungs- oder Feuchthaltemittel, Packgase,  Kaumasse und Stabilisatoren gelten, wurden mit E 900 bis E 1521 bezeichnet.

 

Von diesen 316 Lebensmittelzusatzstoffen sind

37 natürlichen Ursprungs 

nur diese werden im Folgenden beschrieben.

 

Welche Stoffgruppen gibt es?

 

 

Farbstoffe:

Es gibt 42 Lebensmittel-Farbstoffe, 14 davon sind natürlichen Ursprungs.

Diese 14 Farbstoffe sind:

  • E 100 Curcumin
    • Curcumin ist ein intensiv orange-gelber (jedoch nicht lichtechter) natürlicher Farbstoff. Curcumin findet sich in den Wurzeln der Pflanze Kurkuma (Curcuma longa, auch Gelbwurzel genannt). Von diesem Vorkommen leitet sich der Name des Farbstoffs ab. Curcumin findet Verwendung zur Färbung von Nahrungsmitteln, z. B. Margarine, Teigwaren, Kartoffelflocken, Reis-Fertiggerichten, Konfitüre, Marmelade oder Senf. Das aus dem Wurzelstock gemahlene Pulver bildet einen traditionellen und wesentlichen Bestandteil von Currypulver.
  • E 101 Riboflavin 
    • Riboflavin, auch Lactoflavin oder Vitamin B2, ist ein Vitamin aus dem B-Komplex. Es wird umgangssprachlich auch Wachstumsvitamin genannt. Es kommt unter anderem in Milch und Milchprodukten, aber auch in Gemüse wie Broccoli, Spargel, Spinat, in Fisch, Muskelfleisch, Eiern, Vollkornprodukten. Riboflavin wird als gelber Lebensmittelfarbstoff eingesetzt. Es wird auch gerne zur Kontrolle von Reinigungsprozessen (Flächen, Hände etc.) in der Pharmaindustrie eingesetzt, da es auch in geringer Konzentration bei UV-Licht leuchtet und damit gut sichtbar ist.
  • E 120 Karmin
    • Karmin (echtes Karmin, Cochenille,) ist ein aus Schildläusen gewonnener roter Farbstoff, dessen Hauptbestandteil die Karminsäure ist. Karmin ist ein – vergleichsweise hochwertiger – Ersatz für den Purpur der Schnecken. Cochenille wird in farbigen Getränken und Süßigkeiten verwendet. So erhielt früher auch Campari seine rote Farbe von den Cochenille-Läusen.
  • E 132 Indigokarmin
    • Indigokarmin ist ein wasserlöslicher, blauer Säurefarbstoff. Indigokarmin wird zur Färbung von alkoholfreien Getränken, Likör, Süßwaren, Speiseeis, Teigwaren, Dragees und Tabletten sowie Medikamenten verwendet.
  • E 140 Chlorophylle 
    • Die Chlorophylle werden aus Nesseln extrahiert. Sie werden vor allem als Lebensmittelfarbstoff für die Färbung von grünem Gemüse verwendet, das in Essig oder Salzlake konserviert ist. Unter anderem finden sich der grüne Farbstoff in: Marmeladen, Konfitüren, Süßwaren, Geleewaren, Speiseeis, Kaugummi, Limonaden, Likören, Alkopops, Biermischgetränken, Kosmetika, Pharmazeutika, Snacks, Kartoffelchips, Wasabi
  • E 150 Zuckerkulör
    • Zuckerkulör wird aus gebranntem Zucker (braun bis schwarz) gewonnen und ist eine schwarze Lebensmittelfarbe. Zuckerkulör wird zum Färben von Getränken wie Malzbier, Whisky, Alkopops, Rum, Limonaden wie Cola und Ginger Ale, sowie für Marmeladen, Wurst, Fertigsoßen, Essig und Süßwaren verwendet.
  • E 153 Pflanzenkohle aus Holzkohle
    • Pflanzenkohle (auch Biokohle) wird durch pyrolytische Verkohlung rein pflanzlicher Ausgangsstoffe hergestellt. Pyrolytisch bedeutet: Pflanzenkohle wird unter Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 275 °C und 1000 °C hergestellt. Unter diesen Prozessbedingungen wird vorwiegend Wasser abgespalten, wobei Pflanzenkohle, Synthesegas und Wärme entstehen. Die gemahlene Pflanzenkohle wird als Lebensmittelfarbe E153 ohne Höchstmengenbegrenzung verwendet, z. B. als Umhüllung von Käse. Weiterhin dient sie in der Medizin als Medizinalkohle zur Behandlung von Durchfallerkrankungen.
  • E 160a Carotine aus Pro-Vitamin A (orangegelb)
    • Carotine (von lateinisch carota: „Karotte“) sind  Naturfarbstoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen, besonders in den farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern. Aus Pflanzen extrahiertes Beta-Carotin wird als Lebensmittelfarbstoff vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Butter, Margarinen, Süßwaren, Molkereiprodukten und Limonaden in teilweise sehr hohen Mengen zugesetzt, um dem Verbraucher das von ihm erwartete Bild der Ware (Farbe) zu bieten. Ansonsten wären beispielsweise Margarinen mehr oder weniger weiß bis hellgrau.
  • E 160b Annato aus dem Samen des Orleanstrauchs (gelb bis orange)
    • Annatto ist die Bezeichnung für die als Gewürz, zur Gewinnung von Vitaminen und als Lebensmittelfarbe (E 160b) verwendeten rötlich-gelben Samen des Orleanstrauchs (botanischer Name: Bixa orellana). In Europa ist Annatto weniger bekannt, wird aber zur Färbung von gekochten Eiern und Käse eingesetzt, etwa bei den britischen Sorten Shropshire Blue, Cheddar und Red Leicester.Das Gourmet-Handbuch führt zur Einfärbung dieser und anderer Käsesorten aus: kommt der Cheddar aus Schottland, ist er meist kräftig gelb, weil mit Annatto gefärbt. Vereinzelt wird der deutsche und niederländische Gouda ebenfalls mit Annatto gefärbt.
  • E 160c Paprikaextrakt aus Paprika (orangerot)
    • Paprikafarbstoffe sind mannigfaltig und sehr verschieden. Die Farbe entsteht vor allem durch verschiedene Farbstoffe der Carotinoid-Reihe. Die meisten dieser Carotinoide sind rot.
  • E 160d Lycopin aus Tomaten, Möhren, Hagebutten, Papayas (rot)
    • Lycopin wird als rote Lebensmittelfarbe als Carotinoid deklariert  und zur Koloration von Lebensmitteln verwendet. Es wird vor allem zur Färbung von herzhaften Produkten, Suppen und Soßen eingesetzt.
  • E 161b Lutein aus der Tagetes oder sog. Studentenblume (gelb)
    • Lutein ist ein in der Natur weit verbreitetes Xanthophyll Hohe Gehalte werden in dunklen Blattgemüsen (z. B. Grünkohl bis 0,25 mg/g Frischgewicht, Spinat bis 0,12 mg/g Frischgewicht) gefunden. Tagetes-Blütenblätter weisen Gehalte bis zu 8,5 mg/g Frischgewicht auf und werden zur industriellen Herstellung von Lutein genutzt. In tierischen Organismen tritt Lutein z. B. als gelber Farbstoff im Eidotter auf. In der Macula des Auges kommen Lutein und Zeaxanthin als einzige Carotinoide vor. Lutein findet als Lebensmittelfarbstoff (E161b) sowie als Futtermittelzusatz insbesondere für Geflügel zur Gelbfärbung von Eidotter Verwendung. Es wird außerdem als Wirkstoff in Präparaten zur diätetischen Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) eingesetzt;
  • E 162 Betanin aus Rote Bete (rotviolett)
    • Betanin (auch Betenrot oder umgangssprachlich Beetenrot) ist ein natürlich vorkommender roter Farbstoff. Der Farbstoff findet sich vor allem in der Roten Rübe (Beta vulgaris), aber auch in den Blüten und Früchten anderer Pflanzen. wird als Lebensmittelfarbe für Fruchtzubereitungen und -gelees, Molkereiprodukte (Joghurt), Saucen, Süßigkeiten (Kaugummi, Speiseeis), Würzmittel (Essig), Marmelade, Frühstücksgetreideprodukte u. a. Lebensmittel verwendet. Betanin hat nahezu kein Potenzial als allergieauslösender Stoff.
  • E 163 Anthrocyan z. B. aus Rotweintrester (rot, blau, braun)
    • Anthrocyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen. Die Gewinnung der Anthrocyane erfolgt durch Extraktion aus den Bestandteilen verschiedener Pflanzen. Am größten ist die Ausbeute zumeist bei den Fruchtschalen oder Blüten. In der EU sind Anthrocyane als Lebensmittelzusatzstoff ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen. Sie werden zur Färbung zum Beispiel Fruchtgelees, Süßwaren, Brausen, Marmelade, Konfitüren, Obstkonserven, Backmitteln für feine Backwaren, Überzüge und Speiseeis zugesetzt.

 

 

Konservierungsstoffe:

Es gibt 50 Lebensmittel-Konservierungsstoffe, 7 davon sind nicht mehr zugelassen und nur 7 sind natürlichen Ursprungs.

Diese 7 Lebensmittel-Konservierungsstoffe mit natürlichem Ursprung sind:

  •  E 200 Sorbinsäure aus den Früchten der Vogelbeere, hemmt das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und einigen Bakterien.
  • E 234 Nisin kommt in roher Milch vor, ein natürliches Antibiotikum gegen Clostridien
  • E 260 Essigsäure ist ein Bestandteil von Pflanzensäften und ätherischen Ölen und hemmt durch Herabsetzen des pH-Wertes das Wachstum von Hefen und Bakterien
  • E 270 Milchsäure entsteht in Wein, Sauerkraut, saurer Milch, Gurken, Käse durch die Zersetzung von Zuckern durch Milchsäurebakterien. Sie      senkt den Säuregrad der Lebensmittel,  wirkt gegen einige Bakterien.
  • E 290 Kohlendioxid finden wir als Kohlensäure, Treibgas und Packgas
  • E 296 Apfelsäure, eine natürlich vorkommende Fruchtsäure, hemmt die Braunverfärbung von geschnittenem Obst

 

 

Antioxidantien und Säureregulatoren

Es gibt 46 Lebensmittel-Zusatzstoffe, die als Antioxidantien oder Säureregulatoren eingesetzt werden,  davon sind 5 natürlichen Ursprungs.

Diese 5 Antioxidantien und Säureregulatoren sind:

  • E 300   Ascorbinsäure, Vitamin C, verhindert Entstehung freier Radikale. Freie Radikale sind aggressive Moleküle, die unser gesundes Eiweiß schädigen.

 

  • E 306    Tocopherol, Vitamin E, ein natürliches Antioxidans, das unsere Fette, Vitamine und einige natürliche Farbstoffe schützt

 

  • E 334   Weinsäure, gewonne

    n aus Weinrückständen, ein Säuerungsmittel

 

  • E 353   Metaweinsäure, wird vollständig aus Konzentrat von Traubenmost  hergestellt, nur für Wein und Schaumwein.

 

  • E 392   Rosmarinextrakt enthält die Carnosolsäure. Es wirkt antioxidativ und ist antimikrobiell wirksam gegen das Bakterium Staphylococcus      

 

Süßungsmittel

Süßstoffe sind Ersatzstoffe für Zucker mit einer wesentlich stärkeren Süßkraft, aber geringerem oder keinem physiologischem Brennwert. Zuckeraustauschstoffe sind süß schmeckende Kohlenhydrate, die einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben als Haushaltszucker.  Es gibt insgesamt 19 Süßungsmittel.

Diese 6 sind natürlichen Ursprungs:

  • E 420 Sorbit, ein Zuckeralkohol der Glucose, es hat etwa die halbe Süßkraft von Haushaltszucker (Saccharose). Es ist enthalten in Eberesche, Birnen, Pflaumen, Äpfel, Aprikosen, Pfirsichen. Wird ohne Insulin verstoffwechselt und eignet sich daher für Lebensmittel für Diabetiker.

 

  •  

    E 421 Mannit, ein Zuckeralkohol der Mannose, es hat etwa die halbe Süßkraft von Haushaltszucker (Saccharose). Es ist enthalten in Braunalgen, Pilzen, Flechten, Oliven, Lärchen, Feigen. Es wird ohne  Insulin verstoffwechselt, geeignet für Diabetiker.

 

  • E 953 Isomalt, wird aus Saccharose gewonnen, ist nur halb so süß wie Haushaltszucker Saccharose und geeignet für Diabetiker, da ohne Insulin verstoffwechselt.

 

  • E 957 Thaumatin, ein natürlicher Süßstoff und geschmacksverstärker, gewonnen aus dem Katemfe-Strauch. Die Süße ist 2500-mal stärker als die des Haushaltszuckers.

 

  • E 959 Neohesperidin-Dihydrochalkon, wird gewonnen aus Zitrusfrüchten, Süße ist 500-mal stärker als Haushaltszucker und hat einen Lakritze-Nachgeschmack. Er wird unverdaut ausgeschieden und findet Verwendung in Kaugummi, Halbfettmargarine, Speiseeis, Arzneimitteln

 

  • E 960 Stevia, gewonnen aus dem Süßkraut Stevia rebaudiana, ist nicht kariogen und für Diabetiker geeignet, Süße ist bis zu 450-mal stärker   als Haushaltszucker.

 

Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsmittel und Geliermittel

Diese Hilfsstoffe sichern den Aufbau und die Struktur von Lebensmittelzubereitungen und Fertigprodukten oder werden beim Herstellungsprozess benötigt. Stabilisatoren werden für die Erhaltung der Konsistenz, dem Aroma oder anderer Parameter zugesetzt, Emulgatoren stabilisieren Emulsionen und Suspensionen. Durch Verdickungsmittel und Geliermittel wird die Konsistenz eingestellt, so dass Streichfähigkeit oder Festigkeit des Lebensmittels erreicht werden. In dieser Gruppe gibt es insgesamt 68 Stoffe.

Natürlichen Ursprungs aber nur diese 3 Stoffe:

  • E 406 Agar-Agar, Gelier- oder Verdickungsmittel gewonnen aus Rotalgen. Wird auch Japanische Gelatine genannt und ist ein veganer Ersatz für tierische Gelatine.

 

  • E 410 Johannisbrotkernmehl,

    Stabilisator, Verdickungsmittel aus Samen der Tropenfrucht Johannisbrot. Die Hauptabnehmer sind die Nahrungsmittelindustrie (Babykost, Eiscreme, Soßen, Käse, Diabetikerprodukte Kosmetik- und Pharmaindustrie (Tablettierhilfsmittel) und neuerdings Bio- und Naturproduktehersteller. 

 

  • E 412 Guarkernmehl enthält das Guaran, ein Pflanzengummi (ein pflanzlicher Schleimstoff). Es wird in der Arzneimittel-, Kosmetik-, Papier- und Lebensmittelindustrie und auch als Tabakzusatzstoff Als Emulgator (beispielsweise in Speiseeis) oder natürliches     Verdickungsmittel und ist auch etwa häufiger Bestandteil von Haargel.

 

Rieselhilfen, Säureregulatoren

Rieselhilfen sind Trennmittel, um das Klumpen beim Verbraucher zu verhindern. Säureregulatoren halten den gewünschten pH-Wert eines Lebensmittels konstant. Ihr Einsatz erfolgt für eine bessere maschinelle Verarbeitung, aber auch um gewünschte Gebrauchseigenschaften zu erreichen. Insgesamt gibt es 45 Stoffe aus dieser Grupp, aber leider sind keine natürlichem Ursprungs.

 

Gechmacksverstärker

Es gibt 18 Stoffe aus der Gruppe der Geschmacksverstärker, also Stoffe, die den Geschmack und/oder Geruch eines Lebensmittels verstärken. Alle Stoffe werden künstlich hergestellt, keines ist natürlichen Ursprungs.

 

Schaumverhüter, Mehlbehandlungsmittel, Feuchthaltemittel, Packgase, Kaumassen, Stabilisatoren

Es gibt insgesamt 47 weitere Stoffe, die zu keiner der bisher genannten Gruppen gehören, wie Schaumverhüter, Mehlbehandlungsmittel, Feuchthaltemittel, Packgase, Kaumassen oder Stabilisatoren.

Von diesen 47 Stoffen sind nur 2 Stoffe natürlichen Ursprungs.

  • E 905 Mikrowachsdas Wachs mit der besonders feinen Kristallstruktur gehört zu den natürlichen Inhaltsstoffen des Erdöls. Ausschließlich zur Oberflächenbehandlung von Süßwaren (außer Schokolade), Kaugummi, Melonen, Mango, Papaya und Avocado. 

 

  • E 999 Quillajaextrakt ist ein Pflanzenextrakt, der aus dem Seifenrindenbaum (Quillaja saponaria) gewonnen wird. Er ist in Europa in alkoholfreien Getränken sowie Apfelwein und Birnenwein mit 200 mg/kg Höchstmengen-beschränkt zugelassen. Die erlaubte Tagesdosis liegt bei 5 mg/kg Körpergewicht. Der Extrakt enthält Schaum bildende Saponine. Aufgrund des bitteren Geschmacks sind die Einsatzmöglichkeit begrenzt

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